Gkc26-Session: GfWM Wiki goes public!
Diese Seite ist KI-generiert. Sowohl die Zusammenfassung als auch das zugrundeliegende Transkript der Videoaufzeichnung wurden mithilfe von KI erstellt.
| GfWM Wiki goes public! | |
|---|---|
| Art | Barcamp-Session |
| KnowledgeCamp | KnowledgeCamp 2026 |
| Sessiongebende | Clara Holler, Florian Schmuhl, Martin Harnisch, Andreas Matern
|
| Datum | 08.10.2026 |
| Zeit | 17:00 bis 17:45 Uhr |
| Raum | Plenum (EG) |
| Sprache | Deutsch |
| Aufzeichnung | YouTube |
| Im Programm | Pretalx |
| KI-Unterstützung | Whisper large-v3 (Transkription), gpt-6.1-sol (Redaktion) |
Aus dem Veranstaltungsprogramm:
- Neues GfWM Wiki mit MediaWiki
- Alle können lesen
- Einführungsmaßnahmen + gemeinsames "Gärtnern"
Zusammenfassung
Die Barcamp-Session „GfWM Wiki goes public!“ stellte das kurz zuvor öffentlich zugänglich gemachte Wiki der Gesellschaft für Wissensmanagement vor. Clara Holler, Florian Schmuhl, Martin Harnisch und Andreas Matern erläuterten die Entstehung des Projekts, die Auswahl von MediaWiki und die Überlegungen zur Öffnung. Anschließend wurden die Oberfläche, ausgewählte Erweiterungen und ein automatisierter Ablauf zur Dokumentation der KnowledgeCamp demonstriert.
Das Wiki war am 2. Oktober 2026 für den öffentlichen Lesezugriff geöffnet worden. Bearbeiten können weiterhin ausschließlich registrierte GfWM-Mitglieder. Die Öffnung wurde als Beitrag zum Wissensteilen verstanden, zugleich aber mit Grenzen für vertrauliche, personenbezogene und andere sensible Inhalte verbunden.
Ein Schwerpunkt lag auf der praktischen Nutzbarkeit: Wie finden Menschen Informationen, wie erstellen sie eigene Seiten, und wie lässt sich wiederholte Pflege vermeiden? Zum Abschluss ging es um das Verhältnis von Wiki und Website sowie um die weitere Beteiligung der Community. Das Wiki wurde dabei als gemeinsames Arbeitswerkzeug beschrieben, nicht als vollständig redaktionell betreutes Nachschlagewerk oder umfassende Enzyklopädie des Wissensmanagements.
Entstehung und Auswahl des Systems
Das Projekt begann nach Angaben aus der Fachgruppe Wiki im November 2024. Ein früheres GfWM Wiki war bereits seit längerer Zeit nicht mehr aktiv. Ausgangspunkt des Neustarts war das Fehlen eines gemeinsamen Wissensortes: Informationen über die Gesellschaft, ihre Arbeitsweisen und die Organisation des KnowledgeCamp sollten nicht nur in den Köpfen einzelner Beteiligter verbleiben.
Die Initiative entstand auch aus dem Organisationsteam des KnowledgeCamp heraus. Dort bestand ein konkreter Bedarf, Erfahrungen und organisatorisches Wissen festzuhalten und für andere nachvollziehbar zu machen. Das neue Wiki ging zum KnowledgeCamp 2025 zunächst mit eingeschränktem Zugang in Betrieb.
Anforderungen und Anbieterwahl
Die Fachgruppe begann mit Anwendungsfällen und leitete daraus eine Anforderungsliste mit User-Storys ab. Neben üblichen Wiki-Funktionen waren insbesondere folgende Kriterien wichtig:
- Open-Source-Software;
- ein betreutes Hosting einschließlich Support;
- kein eigener technischer Betrieb durch die Fachgruppe;
- Hosting in Europa;
- keine Lizenzkosten pro nutzender Person;
- eine auch für Menschen ohne technischen Hintergrund gut bedienbare Oberfläche.
In die engere Auswahl kamen DokuWiki und MediaWiki. Verglichen wurden drei Anbieter, davon zwei für MediaWiki und einer für DokuWiki. Die Entscheidung fiel auf MediaWiki beim Anbieter MyWikis, weil diese Kombination nach Einschätzung der Fachgruppe die meisten Anforderungen erfüllte.
Besonders hervorgehoben wurde der visuelle Editor. Die Beteiligten bewerteten dessen Benutzeroberfläche bei MediaWiki als geeigneter für ihre Zielgruppe. Aus ihrer Erfahrung können schwer verständliche Oberflächen sowohl die Einführung als auch die spätere Akzeptanz eines Wikis behindern.
Für das gewählte Paket wurden Kosten in der Größenordnung von 30 Euro monatlich genannt. Dass keine zusätzlichen Lizenzkosten pro Person anfallen, wurde gerade bei wechselnden Nutzendenzahlen als Vorteil betrachtet. Das Auswahlverfahren ist im Wiki selbst dokumentiert und seit der Öffnung ebenfalls öffentlich nachlesbar.
Öffentlich lesen, gemeinsam bearbeiten
Die Öffnung wurde in der Runde mit dem Selbstverständnis einer Gesellschaft für Wissensmanagement begründet: Wissen solle möglichst gut geteilt werden. Gemeint waren dabei nicht nur allgemeine Fachinhalte, sondern auch Wissen über die GfWM selbst.
Als Beispiel diente die Organisation des KnowledgeCamp. Außenstehende können nun nachvollziehen, wie die Veranstaltung vorbereitet wird, welche Erfahrungen das Organisationsteam gesammelt hat und wie bestimmte Entscheidungen zustande kamen. Das Wiki soll damit auch die Nachnutzung organisatorischen Wissens ermöglichen.
Gleichzeitig wurde betont, dass Öffentlichkeit nicht für sämtliche Informationen geeignet ist. In der Diskussion wurden unter anderem folgende Grenzen benannt:
- personenbezogene Daten und Datenschutz;
- vertrauliche Informationen;
- Finanzdaten;
- Entscheidungsgrundlagen zu noch nicht abgeschlossenen Entscheidungen.
Gerade bei laufenden Entscheidungsprozessen könne eine Veröffentlichung eine öffentliche Debatte auslösen, bevor intern eine Entscheidung getroffen wurde. Die Öffnung setzte deshalb eine Klärung des Zwecks und der zulässigen Inhalte voraus. Entsprechende Regeln wurden im Wiki festgehalten.
„Public“ bedeutet in diesem Fall ausdrücklich nicht, dass alle Menschen Seiten verändern dürfen. Lesen ist ohne Mitgliedschaft möglich; das Anlegen und Bearbeiten von Seiten bleibt registrierten GfWM-Mitgliedern vorbehalten.
Rundgang durch das Wiki
Martin Harnisch führte durch die Oberfläche und erläuterte, wie sich die Startseite im Verlauf des Projekts verändert hatte. Ihre Gestaltung ist keine unveränderte Standardansicht von MediaWiki, sondern das Ergebnis wiederholter Anpassungen.
Einstieg und Orientierung
Ein wichtiges Element ist die direkt auf der Startseite platzierte Suche. Die zusätzliche Suchmöglichkeit wurde eingebaut, weil die Suche in der normalen Navigation nicht für alle unmittelbar erkennbar war. Auch ein gut sichtbarer Knopf zum Erstellen neuer Seiten soll den Einstieg erleichtern.
Die Startseite enthält außerdem:
- zwei Hilfsvideos zum Bearbeiten von Seiten und zur Navigation;
- dynamische Übersichten über neue und zuletzt bearbeitete Seiten;
- Einstiege zum Stöbern und Mitwirken;
- Verweise auf Spielregeln und ein Hilfe-Center.
Die Spielregeln beschreiben den Zweck des Wikis, den Umgang miteinander und Inhalte, die nicht hineingehören. Die Gestaltung soll insgesamt die Wege zum Finden, Erstellen und Pflegen von Informationen möglichst kurz halten.
Zum Zeitpunkt der Vorführung wurden ungefähr 168 Seiten genannt. Darunter befanden sich zahlreiche Dokumentationen der KnowledgeCamp 2024 und 2025, die kurz vor der Session eingespielt worden waren. Für die Demonstration waren diese teilweise aus den Startseitenübersichten herausgefiltert worden, damit auch andere Inhalte sichtbar blieben.
Stöbern und fehlende Inhalte entdecken
Neben der Suche wurden mehrere Zugänge gezeigt: eine Liste aller Seiten, Kategorien, zufällige Seiten und eine Übersicht gewünschter Seiten. Die Zufallsfunktion nutzt Martin Harnisch nach eigener Darstellung bei „Wiki-Walks“, um vorhandene Inhalte anzusehen und mögliche Ergänzungen zu entdecken.
Die gewünschten Seiten ergeben sich aus Links auf noch nicht angelegte Artikel. Solche Verweise erscheinen in MediaWiki rot. Wer einem roten Link folgt, kann die fehlende Seite erstellen. Die Häufigkeit entsprechender Verlinkungen wurde als Hinweis darauf verstanden, welche Inhalte im bestehenden Wiki besonders oft benötigt werden.
Technische Gestaltung und Erweiterungen
Im Anschluss zeigte Martin Harnisch das Verwaltungsportal von MyWikis. Dort lassen sich unter anderem Zugriffsrechte, Erweiterungen, Erscheinungsbild und verschiedene Grundeinstellungen konfigurieren. Die Umstellung auf öffentlichen Lesezugriff erfolgte über die dort angebotenen Zugriffseinstellungen.
Bei den Erweiterungen bietet der Hostinganbieter eine kuratierte Auswahl. In der Session wurden einige bereits eingesetzte Funktionen vorgestellt:
- Mermaid stellt Diagramme aus einer textuellen Beschreibung dar. Die Erweiterung war kurz zuvor für eine konkrete Dokumentationsseite hinzugefügt worden.
- Lingo ermöglicht Glossare und wird im GfWM-Wiki für ein Abkürzungsverzeichnis genutzt. Abkürzungen werden im Text markiert; beim Darüberfahren mit dem Mauszeiger erscheint ihre ausgeschriebene Bedeutung. Bei passenden Einträgen ist auch eine Verlinkung möglich.
- Dynamic Page Lists erzeugt automatische Seitenlisten, beispielsweise anhand von Kategorien. Dadurch müssen Übersichten nicht an mehreren Stellen von Hand aktualisiert werden, wenn neue Seiten hinzukommen.
Die Auswahl von Erweiterungen wurde als schrittweiser Lernprozess beschrieben. Nicht alle gewünschten Funktionen seien zu Beginn bekannt. Erfahrung mit möglichen Erweiterungen helfe dabei, konkrete Bedarfe zu erkennen und passende Werkzeuge auszuwählen.
Auch die visuelle Darstellung lässt sich verändern. Das Wiki verwendet standardmäßig den Skin „Citizen“. Angemeldete Nutzende können auf andere freigegebene Ansichten wechseln. Weitere gezeigte Einstellungen betrafen beispielsweise die Standardsprache, das Verhalten externer Links und die Nutzung einer eigenen Domain.
KI-gestützte Dokumentation der Knowledge Camps
Florian Schmuhl stellte anschließend den Ablauf vor, mit dem Dokumentationen früherer KnowledgeCamps ins Wiki übertragen wurden. Hintergrund war, dass für das Vorjahr zwar Videos, aber keine separat verfügbaren Transkripte mehr vorlagen.
Der gezeigte Prozess kombiniert Python-Skripte, Programmierschnittstellen und einen Chatbot:
- Die bei YouTube verfügbaren Transkripte werden über eine Schnittstelle heruntergeladen.
- Ein Skript lässt die Rohtranskripte durch einen Chatbot bereinigen und speichert diese Fassung separat.
- Ein weiterer Verarbeitungsschritt erzeugt Zusammenfassungen direkt im Wikitext-Format.
- Die vorbereiteten Textdateien werden über die MediaWiki-Schnittstelle hochgeladen.
Als Probleme der Rohtranskripte wurden unter anderem ungünstige Zeilenumbrüche und Fülllaute genannt. Die bereinigte Transkriptfassung bleibt als eigener Verarbeitungsschritt von der Zusammenfassung getrennt.
Die unmittelbare Ausgabe als Wikitext sollte einen zusätzlichen Umweg über Markdown vermeiden. Florian Schmuhl erläuterte, dass verbreitete Chatbots Wikitext grundsätzlich erzeugen könnten, wenn auch nicht unbedingt optimal.
Die Entwicklung des Ablaufs wurde ausdrücklich nicht als reibungsloser oder kurzer Vorgang dargestellt. Es gab wiederholt Schwierigkeiten. Dennoch habe die Automatisierung Zeit gespart; außerdem könne der Prozess für die Dokumentation des aktuellen Knowledge Camps erneut verwendet werden. Dafür bestand die Hoffnung, direkt auf die Transkripte zugreifen zu können.
Live-Demonstration des Uploads
Für die Vorführung waren fünf Dokumentationen von 2024 zurückgehalten worden. Zunächst führte Florian Schmuhl das Uploadskript im Testmodus aus. Dieser „Dry Run“ meldete fünf vorgesehene Dateien und keine Fehler, ohne Änderungen am Wiki vorzunehmen.
Anschließend deaktivierte er den Testmodus und startete das Skript erneut. Die fünf neuen Seiten wurden danach in den letzten Änderungen des Wikis sichtbar. Die Demonstration zeigte damit den Weg von vorbereiteten Textdateien bis zur Veröffentlichung als Wiki-Seiten.
Diskussion über Inhalte, Zuständigkeiten und Beteiligung
Aus dem Publikum wurde das Wiki als hilfreicher gemeinsamer Einstieg begrüßt. Ein Erfahrungsbericht schilderte die Schwierigkeit, nach dem Eintritt in die GfWM einen Überblick über Beteiligte, Inhalte und Veranstaltungen zu gewinnen. Daran schlossen Fragen nach einer systematischen Zusammenstellung relevanter Inhalte und nach der Abgrenzung zur Website an.
Eine vollständige Systematisierung aller Inhalte lag nach Aussage der Runde noch nicht vor. Der gewählte Einstieg war bewusst konkret: Zunächst sollten die Inhalte der KnowledgeCamps und das Wissen über deren Organisation dokumentiert werden.
Website und Wiki wurden nicht als zwingende Alternativen verstanden. In der Diskussion wurde der Website eher eine Rolle für nach außen gerichtete Botschaften zugeschrieben, während das Wiki als gemeinsamer Wissens- und Arbeitsort dienen soll. Zuständigkeiten liegen teilweise bei unterschiedlichen Beteiligten; eine abschließende Aufteilung aller Inhalte wurde nicht vorgestellt.
Für die weitere Entwicklung wurde die Mitwirkung der Community als entscheidend bezeichnet. Insbesondere Fachgruppen und andere Beteiligte müssten stärker einbezogen werden. Die bisherige Arbeit sei durch erhebliche Vorleistungen Einzelner ermöglicht worden.
Wichtigste Erkenntnisse und offene Aufgaben
Die Session machte deutlich, dass die öffentliche Freigabe ein wichtiger Schritt, aber nicht der Abschluss des Projekts ist. Die technische Plattform und erste Inhalte stehen bereit; Pflege und Beteiligung bleiben laufende Aufgaben.
Als wesentliche Punkte wurden sichtbar:
- Öffentlicher Lesezugriff und beschränkte Schreibrechte lassen sich miteinander verbinden.
- Die Veröffentlichung benötigt nachvollziehbare Grenzen für sensible Inhalte.
- Benutzerfreundlichkeit entsteht auch durch gezielte Gestaltung von Suche, Einstiegen und Hilfen.
- Erweiterungen und Schnittstellen können wiederkehrende Pflege- und Dokumentationsaufgaben erleichtern.
- Das weitere Wachstum hängt von Beiträgen der Mitglieder ab.
Die Fachgruppe stellte klar, dass sie kein Redaktionsteam für sämtliche Inhalte ist. Jedes registrierte Mitglied kann Fehlendes ergänzen oder bestehende Seiten verbessern. Ein Anspruch, die zentrale Enzyklopädie für alle Wissensmanagement-Themen zu schaffen, wurde ausdrücklich nicht formuliert. Fachliche Inhalte bleiben möglich, sollen sich aber aus dem gemeinsamen Arbeiten und den Interessen der Beteiligten entwickeln.